PRTR-Systeme erfolgreich in Ländern des Westbalkans und der Republik Moldau etabliert

Mit dem zweiten Beratungshilfeprojekt „Entwicklung von Schadstoffregistern in Ländern des westlichen Balkans und der Republik Moldau“  konnte die Bundesregierung einen weiteren bedeutenden Beitrag beim Aufbau und der Entwicklung nationaler PRTR-Schadstoffregister (PRTR - Pollutant Release and Transfer Register, zu Deutsch  Schadstofffreisetzungs-  und -verbringungsregister) in den Ländern Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Montenegro, Serbien und in der Republik Moldau (Moldawien) leisten. Das Projekt startete im März 2015 und wurde im Mai 2017 erfolgreich beendet.

In den sieben Projektländern wurden zahlreiche Aktivitäten durchgeführt, z.B.:

  • In Mazedonien und Albanien wurde die Berichtssoftware fertiggestellt, welche beide Länder befähigt, ihre PRTR-Daten ab 2018 an die EU zu melden. In den Ländern Albanien, Mazedonien, Serbien und in der Republik Moldau wurden Web-Portale für die Veröffentlichung von PRTR-Daten eingerichtet und wichtige Informationen zur Umsetzung des PRTRs freigeschaltet, die der Öffentlichkeit den Zugang zu Umweltinformationen und die aktive Beteiligung an Umweltentscheidungen ermöglichen. 
  • Moldawien erhielt eigens Unterstützung bei der Etablierung eines rechtlichen nationalen Rahmens für die Umsetzung des PRTR-Protokolls im Land. 
  • In den Ländern Bosnien&Herzegowina, Kosovo und Montenegro wurden die ersten Rahmenbedingungen für ein PRTR geschaffen.
  • In allen Partnerländern wurden Workshops mit NGOs, zuständigen Behörden, Ministerien und Vertretern von Unternehmen durchgeführt, um Nichtregierungsorganisationen (NGOs) an ihre aktive Rolle im PRTR-Umsetzungsprozess heranzuführen.
  • Ein gemeinsames Ziel aller Projektpartner war die Erarbeitung von Arbeitshilfen (z.B. Leitfäden für die Berichterstattung von PRTR-Daten aus den Branchen Intensivtierhaltung, Metallindustrie, Energiesektor, chemische Industrie, Handbuch für die Software), die im Rahmen der zukünftigen Berichterstattung an Betreiber und Behörden weitergereicht werden können.

Das Projekt leistete insgesamt einen wichtigen Beitrag, dem Umweltschutz in der Region eine größere Bedeutung zu verschaffen und  Vollzugsdefizite abzubauen.

Wie das Vorgängerprojekt „Umsetzung der Aarhus-Konvention und Entwicklung von PRTR-Systemen in ausgewählten Ländern des Westbalkans” (Laufzeit April 2011 bis Oktober 2013) wurde auch das zweite Beratungshilfeprojekt vom Regional Environmental Center, Szentendre/Ungarn (REC) durchgeführt, und fachlich begleitet von Experten und Expertinnen des Umweltbundesamtes und einem IT-Experten des Landesamtes für Umweltschutz Sachsen-Anhalt.

Ergebnisse:

  • Broschüren, die in der jeweiligen Landessprache und teilweise mit einer englischsprachigen Zusammenfassung veröffentlicht wurden, u.a.:
    • Zusammenfassung der Projektergebnisse (Summary, engl.) zum zweiten Beratungshilfeprojekt: „Entwicklung von Schadstoffregistern (PRTR) in Ländern des westlichen Balkans und der Republik Moldau” (PDF)
    • The Power Is In Your Hands” (Guide for Citizens and Civil Society Organizations on the Pollutant Release and Transfer Registers in the FYR of Macedonia (PDF)
    • Feasibility Study for the implementation of a PRTR in Moldova (April 2016) (PDF)
    • Questions and Answers, Brochure for Civil Society, Moldova (PDF)

Weitere Informationen:
• Internetseite des Umweltbundesamtes mehr
• Internetseite des REC mehr
• PRTR Albanien mehr 
•  PRTR Mazedonien mehr
•  PRTR Republik Moldau mehr
•  PRTR Serbien mehr

März 2018